Endlich Black Friday und endlich wieder die Chance, Schnäppchen im Internet zu machen. Rabatte von 50 bis 70 Prozent sind oft keine Seltenheit und die Angebote reichen von A wie Autozubehör bis Z wie Zelte für den nächsten Campingurlaub. Für die Händler ist Black Friday der umsatzreichste Tag des Jahres, daher können sie sich diese Angebote in der Regel leisten.
Als Verbraucher haben Sie zu Black Friday die Möglichkeit, Deals abzugreifen und Weihnachtsgeschenke oder persönlichen Bedarf mit Rabatten zu kaufen. Ohne Gefahren ist der Black Friday leider nicht. Es gibt immer wieder faule Tricks und Scam-Methoden mit denen Kunden das Geld aus der Tasche gezogen werden soll. Wir verraten Ihnen fünf Maschen, die Sie unbedingt vor Black Friday kennen sollten.
Diese Scam-Typen sind an Black Friday besonders häufig
- Betrugs-Shops: Gefälschte Online-Shops gehören zu den ältesten Tricks, erleben aber rund um Black Friday jedes Jahr ein Comeback. Die Seiten wirken professionell, nutzen hochwertige Bilder und imitieren bekannte Marken. Für Verbraucher entsteht der Eindruck eines echten Shops, oft sogar mit überzeugenden Kundenbewertungen, die allerdings frei erfunden sind. Die Preise sind extrem niedrig und sollen Druck erzeugen. Sobald Sie bestellen, passiert nichts mehr. Das Geld ist weg, die Ware kommt nie an und der Shop verschwindet nach wenigen Tagen vollständig.
- Phishing über E Mail oder Messenger: In der Black Week laufen Postfächer auf Hochtouren. Betrüger nutzen die Masse an Werbemails und mischen eigene Nachrichten darunter. Sie imitieren große Anbieter oder Paketdienste, behaupten zum Beispiel, eine Bestellung müsse bestätigt werden oder eine Sendung könne ohne Link nicht weiter verarbeitet werden. Sobald Sie klicken, geben Sie Daten preis oder laden Schadsoftware herunter. Viele Phishing Nachrichten nutzen sogar Countdown Timer, um den Druck zu erhöhen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, prüfen Sie Absender und Adresse immer sorgfältig.
- Gefälschte Gutscheine und Rabattcodes: Gefakte Gutscheine sind besonders perfide, weil sie oft als harmlose Social Media Aktion auftauchen. Häufig versprechen angebliche Marken einen Gutschein, sobald eine Seite geteilt oder ein Link geöffnet wird. Im Hintergrund sammeln die Betreiber Daten, während der beworbene Gutschein gar nicht existiert. Manche dieser Aktionen führen zu Abo Fallen, die erst später entdeckt werden. Wenn ein Gutschein zu gut klingt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Herkunft und die tatsächliche Quelle.
- Scam über Fake Anzeigen in Suchmaschinen: Viele Betrüger kaufen Anzeigenplätze in Suchmaschinen, weil Nutzer häufig direkt in der Black Week nach dem gewünschten Produkt suchen. Die Werbung sieht aus wie die echte Marke, führt aber zu einem manipulierten Shop, der Ihre Daten abgreift oder gefälschte Ware verschickt. Besonders beliebt sind Suchanzeigen für Technik, da der Wunsch nach günstigen Geräten zu impulsiven Klicks führt. Achten Sie darauf, dass die Domain korrekt geschrieben ist und nicht minimal abweicht.
- Social Media Shops ohne Impressum: Rund um Black Friday entstehen täglich neue Social Media Shops, die aggressiv beworben werden. Sie locken mit extrem niedrigen Preisen und angeblich limitierter Ware. Im Hintergrund steckt oft kein echtes Unternehmen. Es fehlen Impressum, Kontaktinformationen oder verlässliche Zahlungswege. Sobald Sie etwas kaufen, wird entweder minderwertige Ware geliefert oder gar nichts. Die Betreiber verschwinden schnell wieder, was eine spätere Reklamation unmöglich macht.
So erkennen Sie Fake-Shops im Internet
Fake Shops haben mehrere gemeinsame Merkmale, die Sie mit einem geübten Blick schnell identifizieren. Besonders auffällig sind unrealistische Rabatte. Wenn ein Produkt, das sonst mehrere hundert Euro kostet, plötzlich für einen winzigen Bruchteil angeboten wird, sollten Ihre Alarmglocken schrillen. Ein seriöser Händler kann Rabatte anbieten, aber niemals in einem Maß, das wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt.
Ein weiteres Warnsignal ist ein fehlendes Impressum. In Deutschland besteht Impressumspflicht, daher muss ein Händler klar angeben, wer hinter dem Shop steht. Telefonnummer, Adresse und eine erreichbare Mailadresse gehören dazu. Wenn diese Angaben fehlen oder offensichtlich falsch sind, ist Vorsicht angebracht. Manche Betrüger kopieren sogar reale Firmennamen, nutzen aber gefälschte Adressen, die bei genauerer Suche nicht existieren.
Achten Sie außerdem auf die Qualität der Produktseiten. Rechtschreibfehler, schlechte Übersetzungen und widersprüchliche Informationen sind typische Hinweise auf einen unseriösen Hintergrund. Betrüger kopieren oft Texte aus anderen Shops und setzen sie ohne Zusammenhang ein.
Tipp beim Bezahlen: Prüfen Sie die Zahlungsmethoden. Shops, die ausschließlich Vorkasse anbieten und keine sicheren Methoden wie Kreditkarte oder Rechnungskauf zulassen, sind besonders riskant. Ebenso problematisch sind Shops, die nur ungewöhnliche Zahlungsarten verwenden, die keine Rückbuchung ermöglichen.
Das können Sie gegen Betrug und Scam tun
Wissen ist beim Shoppen macht. Wenn Sie ein Angebot bei einem Ihnen bekannten Händler finden, können Sie zuschlagen. Ist der Händler neu, prüfen Sie die obigen Kennzeichen für Fake-Shops! Kein Impressum? Kein Kauf!
Wenn Sie den Namen des Shops in Suchmaschinen eingeben, finden Sie oft sofort Erfahrungsberichte. Viele Fake Shops tauchen in Warnlisten von Verbraucherzentralen auf, die regelmäßig aktualisiert werden. Wenn Sie gezielt auf diese Punkte achten, erkennen Sie die meisten Betrugsversuche, bevor es zu einem Schaden kommt.
Seriöse Preisvergleichsplattformen sind ebenfalls eine große Hilfe. Sie zeigen Ihnen nicht nur den aktuellen Preis, sondern oft auch den historischen Verlauf. So erkennen Sie, ob ein Rabatt wirklich ein gutes Angebot ist oder ob der Preis kurz zuvor künstlich angehoben wurde.
Ganz wichtig: Achten Sie unbedingt auf HTTPS. Die Browserleiste zeigt Ihnen, ob eine Seite verschlüsselt ist. Fehlt die Verschlüsselung, können Daten abgefangen werden. Eine sichere Verbindung ist daher ein Grundvoraussetzung für jeden seriösen Shop.
Prüfen Sie außerdem Rückgaberecht und Widerrufsbedingungen. Seriöse Händler erklären transparent, wie eine Rücksendung funktioniert. Wenn diese Informationen fehlen, unklar formuliert sind oder ungewöhnliche Einschränkungen enthalten, kann das ein Hinweis auf unseriöse Absichten sein.











